Goldbarren

Informationen zu Goldbarren


Barren werden als eingeschmolzene Metalle oder Halbmetalle definiert, die in eine Form gegossen zu einem Festkörper erstarren. Abweichend davon können Barren aber auch aus einem Blechstück ausgestanzt werden. Edelmetall-Barren in Gold, Silber Platin und Palladium werden von mehreren Präge- und Scheideanstalten hergestellt bzw. von Banken oder anderen Institutionen in Auftrag gegeben. Die Form und die Abmaße der Barren unterliegen keinerlei Standardisierungen und werden dementsprechend in den verschiedensten Variationen und Nuancen angeboten. Eines der beliebtesten Anlageobjekte sind Goldbarren. Sie sind für Anlagezwecke besonders attraktiv, da sich der Goldpreis seit Jahren stabil auf hohem Niveau hält und das Risiko im Vergleich zu anderen Anlageformen gering ist. Goldbarren werden aus 999.9er Feingold hergestellt.

Die bekanntesten Goldbarren-Produzenten sollen hier aufgeführt werden:

Argor-Heraeus (CH)

Das Unternehmen stellt Barren unter eigenem Namen und im Auftrag her. Zudem werden exklusiv Goldbarren mit einem Sicherheitsmerkmal, dem kinebar®, unter eigenem Namen oder im Auftrag produziert. Auf der Vorderseite der Goldbarren sind das "Argor-Heraeus"-Emblem, die Schweiz als Herstellerland, das Wort "Fine Gold", die Feinheit in Höhe von "999.9", das Prüfer- und Schmelzerzeichen und das Barrengewicht zu sehen. Die Rückseite ist blanko. Argor-Heraeus produziert Barren von 1 g bis 100 g in geprägter Form, wobei bereits alle Barren ab 50 g eine Produktionsnummer aufweisen. Ab einer Größenordnung von 250 g werden die Goldbarren gegossen. Zu den aktuellen Angeboten...


Degussa
Goldbarren aus Hanau-Wolfgang wurden bis Ende 2005 unter dem Namen "Degussa" hergestellt und vertrieben. Von 1 g bis 100 g erfolgte die Produktion in geprägter und von 250 g bis 1.000 g in gegossener Barrenform, wobei letztere zusätzlich eine eingestanzte Produktionsnummer aufweisen. Nach einigen Konzern-Umstrukturierungen gelangte die Edelmetallsparte letztendlich im Jahr 2003 zur belgischen Umicore-Gruppe. Die "Degussa"-Barren sind in Deutschland noch sehr bekannt und weit verbreitet, sie werden jedoch nicht mehr hergestellt. An ihre Stelle treten jetzt die Umicore-Barren. Der Name Umicore ist aktuell noch etwas unbekannt, die Barren sind aber am leichtesten erhältlich. Zu den aktuellen Angeboten..

Heraeus

Der Ursprung des heutigen Weltkonzerns geht auf den Apotheker und Chemiker Wilhelm Carl Heraeus zurück, der 1851 die väterliche Einhorn-Apotheke im hessischen Hanau übernahm. In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt der Produktion auf den Goldbarren, die in geprägter und gegossener Form hergestellt werden. Parallel dazu bietet das Unternehmen die kinebar®-Goldbarren an, die von Argos-Heraeus mittels eines patentierten Verfahrens produziert werden. Auf der Vorderseite eines Goldbarrens ist der "Heraeus"-Schriftzug, das Wort "Feingold" mit der Feinheitsangabe von "999.9" und die Gewichtsangabe angegeben. Das markante Firmenlogo, ein Blumenstrauß in einer Hand, ist von einer Rundschrift umrahmt. Die Unterseite der geprägten Barren, die es in den Größen 1 g bis 100 g gibt, ist blanko. Ab 250 g werden die Goldbarren gegossen hergestellt, wobei diese zusätzlich mit einer eingeschlagenen Produktionsnummer ausgeliefert werden. Zu den aktuellen Angeboten...


kinebar® Barren

In Zusammenarbeit mit der schweizerischen Firma Argor-Heraeus wurde für Goldbarren ein spezielles High-Tech-Verfahren entwickelt. Dabei wird auf die Unterseite eines geprägten Goldbarrens das Sicherheitselement in Form von feinen Mikrostrukturen direkt auf die Oberfläche geprägt. Genauere Angaben zur Technologie werden nicht publiziert. Barren mit dem kinebar®-Sicherheitsmerkmal werden weltweit ausschließlich von Argor-Heraeus, unter eigenem Namen oder im Auftrag, seit 1994 produziert. Das Sicherheitselement erstreckt sich über die komplette Barrenoberfläche eines geprägten Goldbarrens. Auf der anderen Seite sind die herkömmlichen Daten, wie das Emblem, die Beizeichnung "Fine Gold" nebst der Feinheitsangabe "999.9", das Prüfer- und Schmelzerzeichen sowie das Gewicht ersichtlich.Trotz der Exklusivität und Schönheit ist die Verbreitung verhältnismäßig gering. Zu den aktuellen Angeboten...

Die kinebar®-Goldbarren mit dem "Argor-Heraeus"-Logo werden neben Argor Heraeus, auch von Heraeus aus Hanau (20, 10, 5, 2, 1 g und 1 oz) und von der Züricher Kantonalbank (10, 5 und 1 g) angeboten. Eigene Logos haben die Westdeutsche Landesbank (Sparkassen-Logo: 1.000, 500, 250, 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 g, sowie 1 oz) und die UBS (wie zuvor, jedoch auch als 1 tael, 1/2 und 1/4 oz, 2,5 g) in der Schweiz. Die UBS bietet zudem ein weiteres kinebar®-Motiv an, das je nach Region in den Größen 1.000, 500 und 100 g vertrieben wird. Die Münze Österreich bietet nebst einem eigenen Motiv, dem "Lippizaner der Spanischen Hofreitschule" in drei Größen (10, 5 und 1 g), auch den MILLENNIUM-kinebar® an. Das einmalige "Feuerwerk"-Motiv wurde von Argor-Heraeus exklusiv zum Jahrtausendwechsel entwickelt. Für die Singapore Mint produzierte Argor-Heraeus weiterhin drei Tiermotive des Lunar-Kalenders auf 50g-(rund) und 10g-(rechteckig) Barren.


Metalor (CH)

Die Metalor-Barren sind in allen gängigen Größen verfügbar und können auf besonderen Wunsch auch in Sondergrößen und mit Firmenlogo hergestellt werden. Bis zu einer Größe von 250 g sind die Barren gestanzt, ab 500 g werden sie gegossen. Metalor-Goldbarren haben eine Feinheit von 995/1000 bis zu 999,99/1000. Sie sind mit einem Stempel versehen, der u.a. den Feingehalt, das Gewicht und das Herkunftsland angibt. Zu den aktuellen Angeboten...


Münze Österreich (A)

Herzog Leopold V. gründete im Jahr 1194 die heute unter dem Namen "Münze Österreich" fungierende Gesellschaft. In Kooperation mit dem schweizerischen Unternehmen Argor-Heraeus werden seit 1995 Goldbarren von 2 g bis 1 kg angeboten, wobei diese bis 100 g geprägt, ab 250 g gegossen, hergestellt werden. Auf jedem dieser Barren sind das Logo der Münze Österreich, das Wort "Feingold", die Feinheit in Höhe von "999.9", die Gewichtsangabe, eine individuelle Barrennummer (ab 250 g), sowie das Prüfer- und Schmelzerzeichen von Argor-Heraeus SA. ersichtlich. Die Barren, die nur in Gold angeboten werden, werden bis zu einer Gewichtseinheit von 100 g in einer Folie mit Echtheitszertifikat eingeschweißt vertrieben. Die Goldbarren sind in Österreich sehr bekannt und verbreitet, in Deutschland sind sie eher unbekannt. Zu den aktuellen Angeboten...


Pamp (CH)

Im Gegensatz zu allen anderen hier vorgestellten Barrenproduzenten ist die Unterseite dieser geprägten Barren generell mit einem Motiv versehen. Aus über 1.000 Motivbildern sticht das Sujet der römischen Göttin "Fortuna" (Schicksalsgöttin) hervor. Das unverwechselbare Motiv ist im europäischen Raum sehr weit verbreitet und fast schon ein Erkennungs- oder Markenzeichen. Auf der Oberseite aller geprägten 1-g- bis 100-g-Barren sind das PAMP-Logo mit der Inschrift "Essayeur-Fondeur" (franz.: Prüfer-Schmelzer), die Metallart, die Feinheit und das Gewicht abgebildet. Die Unterseite ist mit einem Motiv versehen. Ausgeliefert werden alle Barren mit einem Echtheitszertifikat und in Folie verschweißt. Die Gold- und Silberbarren von 250 g bis 1.000 g werden in gegossener Form hergestellt. Analog der geprägten Version werden die gleichen Angaben auf der Oberseite eingestanzt. Große Baren mit einem Gewicht von 1.000 g besitzen zudem eine Produktionsnummer. Das Barrenangebot und die Vielfalt ist immens, jedoch ist PAMP in Deutschland kaum bekannt bzw. verbreitet. Zu den aktuellen Angeboten...


Umicore
In Deutschland übernahm die Gesellschaft im Jahr 2003 die früher zu Degussa gehörende "Precious Metals Group"-Sparte. In der Übergangszeit bis Ende 2005 wurden Barren in allen vier Edelmetallen unter dem bekannten Degussa-Logo von Umicore produziert. Mit Beginn des Jahres 2006 werden die Barren unter dem Markennamen "Umicore" vermarktet. Die "neuen" und "alten" Barren sind von den Abmaßen und Gewichtsstückelungen identisch, lediglich der Name und das Logo haben sich geändert. Die Goldbarren werden von 1 g bis 100 g in geprägter und von 250 g bis 1.000 g in gegossener Barrenform hergestellt. Alle Größen ab 250 g weisen eine eingestanzte Produktionsnummer auf. Auf der oberen Seite ist neben dem "Umicore"-Namen und -Logo die Feinheit von "999.9" und die Gewichtsangabe in Gramm ersichtlich. Zu den aktuellen Angeboten...

Valcambi (CH)
Valcambi verkaufte den ersten gestanzten 1-Unzen-Goldbarren. Gestanzte Goldbarren mit einem Gewicht von 1 g bis 500 g werden mit entsprechendem Zertifikat versendet. Auf den Barren ist beidseitig das Valcambi-Logo zu sehen, lediglich auf einer Seite sind Feingewicht, Feinheitsangabe, die Seriennummer und ein “CHI-Essayeur Fondeur“-Stempel ersichtlich. Gegossene Barren gibt es in den Größen 5 Tolas, 10 Tolas, 50 g, 100 g, 500 g und 1 kg. Diese Barren können rund um die Uhr hergestellt werden. Auch auf ihnen finden sich die üblichen Angaben. Zu den aktuellen Angeboten...


Weiterführende Informationen zu Goldbarren erhalten Sie auf www.goldseiten.de. Zusätzliche Angaben zu den einzelnen Herstellern von Goldbarren finden Sie hier.